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Donnerstag, 09. November 2017

Bio-Supermarkt und zusätzliche Parkplätze könnten Nahversorgungszentrum Rheingoldcenter aufwerten

CDU-Fraktion spricht vor Ort mit den Betroffenen

Fraktionsvorsitzender Claudius Kranz auf dem Rheingoldplatz in Neckarau

Auf der letzten Bezirksbeiratssitzung in Neckarau fand eine lebhafte Diskussion über die Schaffung von 52 Parkplätzen am Rheingoldcenter statt. Im Anschluss daran gab es Meinungsäußerungen verschiedener Gruppen sowie einige Leserbriefe. Auf Vorschlag des CDU-Bezirksbeirats Dr. Christoph Gutknecht kam deshalb der CDU-Fraktionsvorsitzende Claudius Kranz zum Rheingoldcenter um mit den betroffenen Händlern, Dienstleistern und Ärzten über die Situation vor Ort zu sprechen. Kranz erklärte, dass sich ein Bio-Supermarkt in die leerstehenden Räume der ehemaligen Sparkasse ansiedeln möchte, die Ansiedlungspläne aber von der Einrichtung zusätzlicher Parkplätze für seine Kunden abhängig macht. „Wir als CDU stehen diesen Plänen aufgeschlossen gegenüber. Neckarau braucht neben dem Gebiet um den Marktplatz ein zweites funktionierendes Nahversorgungszentrum am Rheingoldcenter. Dies ist allein für die ca. 10.000 Einwohner des Niederfeldes wichtig." Auch in der von der Stadtverwaltung beauftragten Fortschreibung des Zentrenkonzepts wird die Empfehlung gegeben, die Nahversorgungsfunktion des „Zentrums Rheingoldplatz“ durch die Ansiedlung zusätzlicher Lebensmittelbetriebe aufzuwerten.

Die anwesenden Gewerbetreibenden begrüßten einmütig den Bio-Supermarkt und forderten zusätzliche Parkplätze. Ein Friseurmeister erklärte, dass er zwar 70% Stammkunden habe, er aber auf die 30% Laufkundschaft angewiesen sei. Diese Laufkundschaft ist nach der Schließung der Sparkasse spürbar weniger geworden. Ähnlich geht es dem Betreiber des Eiscafé Capri, dessen Umsätze bis zur Schließung der Sparkassenfiliale immer nach oben zeigten und seither stagnierten. Beide hoffen auf den Bio-Supermarkt als den neuen Frequenzbringer. Eine Physiotherapeutin fordert insbesondere für ihre mobilitätseingeschränkten Patienten zusätzliche Parkplätze. Ihre Patienten müssten oft weit weg in den Wohngebieten parken und dann oftmals mit dem Rollator zur Praxis laufen. Ein Arzt erklärte, dass aufgrund der Parkplatznot aktuell sogar die Zufahrten zum Rheingoldcenter zugeparkt würden, sodass die Taxen seiner OP-Patienten oftmals nicht direkt vorfahren können. Auch ein Apotheker aus der Steubenstraße machte sich für weitere Parkplätze stark.

Kranz ging mit den Gewerbetreibenden direkt auf die Fläche, auf der Parkplätze entstehen sollen. Er zeigte anhand der Pläne, dass neben den 52 Parkplätzen 13 Bäume gepflanzt werden sowie weitere Grünstreifen entstehen sollen. Die trist wirkende Fläche in der Stadtbahn-Endschleife würde dadurch sogar gestalterisch wie ökologisch aufgewertet. Alle Anwesenden sehen die Ansiedlungspläne des Bio-Supermarktes und die Schaffung der Parkplätze als Vorteil für die Händler und Dienstleister sowie für die Bevölkerung.