Rot-Grün lässt die Vorortfreibäder kalt
CDU-Gemeinderatsfraktion kritisiert das Abschalten der Bäderheizung
„Die Entscheidung ist gegen die Stimmen der CDU-Gemeinderatsfraktion
mehrheitlich durch SPD und Grüne in den Haushaltsberatungen getroffen worden.
Jetzt sollen die Freibäder in Sandhofen, das Carl-Benz-Bad auf der Gartenstadt und das Parkschwimmbad Rheinau nicht mehr beheizt werden. Die Stadtverwaltung will dadurch insgesamt 35.000 € pro Jahr, also durchschnittlich 11.666 Euro pro Bad, einsparen,“ ärgert sich der Fraktionsvorsitzende Carsten Südmersen. Bisher waren alle Mannheimer Freibäder auf 24 Grad Wassertemperatur beheizt worden. „Wir waren und sind gegen die Abschaltung der Heizung in den Vorortfreibädern. Erst recht, wenn gleichzeitig auch noch die Eintrittspreise erhöht werden,“ so CDU-Stadtrat Nikolas Löbel. Stadtrat Claudius Kranz befürchtet, dass durch die erhöhten Eintrittspreise und durch das unbeheizte Becken weit weniger Gäste kommen werden und damit die Stadt bei den Freibädern am Ende sogar noch mehr drauflegen muss als gewöhnlich.
Die Stadtverwaltung plant zusätzlich das Freibad Sandhofen in ein Naturbad umzuwandeln und an einen privaten Trägerverein zu übergeben. „Wir werden die Detailvorschläge der Verwaltung hierzu abwarten und das Verfahren kritisch begleiten. Natürlich ist bürgerschaftliches Engagement heutzutage mehr denn je gefragt und wir würden begrüßen, wenn eine private Initiative zur Unterhaltung des Freibades beitragen kann. Aber die Stadt darf sich auch nicht ihrer Verantwortung entziehen“, sind sich die Sandhofer Stadträte Prof. Dr. Egon Jüttner und Erwin Feike einig. Bereits vor zehn Jahren wollten Sandhofer Unternehmer das Sandhofer Freibad mit eigenen Mitteln attraktivieren. Die Verwaltung ist darauf aber nicht eingegangen.
Gemeinsam mit dem örtlichen Stadtrat und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Konrad Schlichter hat Nikolas Löbel im Carl-Benz-Bad den Unmut vor allem der Dauergäste des Bades über die Abschaltung der Heizung erfahren. Einige kommen mehr als 100 Mal im Jahr ins Freibad. „Aber wir können nicht bei 17, 18 Grad schwimmen. Dazu sind wir zu alt“ berichtete eine aktive Dame, die für viele Stammgäste sprach.
„Wenn es nach uns geht, würden wir diese Entscheidung sofort rückgängig machen.Aber die rot-grüne Mehrheit im Gemeinderat blockiert. Es ist den Bürgern schwer erklärbar, dass die Stadt für über 3 Mio. € eine Gaststätte am Strandbad baut und gleichzeitig 35.000 € für die Schwimmbadheizung fehlen,“ wundern sich die CDU-Stadträte über die Haltung der SPD und der Grünen.
