Rot-Rot-Grün erhöht erneut die Gebühren bei städtischen Sportstätten und Bädereinrichtungen
Alle Parteien im Mannheimer Gemeinderat waren sich darin einig: Wo wären wir in Mannheim ohne die wertvolle Jugendarbeit der Vereine?
Aber nur während einer bestimmten Zeitspanne am Tag dürfen Vereine mit ihren Jugendabteilungen die städtischen Sportanlagen kostenlos nutzen. In der Regel nach dem Schulsport von 17 Uhr bis 18 Uhr. Die CDU-Fraktion beantragte daher, die zeitliche Ausdehnung bis 20 Uhr zu erweitern. Grund dafür sind die Übungszeiten für den nichtschulischen Sport. Diese verlagern sich durch den verstärkten Ganztagesunterricht, der die Kinder länger an die Schule bindet, immer weiter in die Abendstunden. „Eine ausgedehnte entgeltfreie Überlassung der städtischen Sportanlagen sei deshalb mehr als angemessen und zeitgemäß“, so der sportpolitische Sprecher der CDU Fraktion, Bernd Kupfer.
Die Vertreter der Sportvereine haben schon mehrfach über diese belastende Situation berichtet und die nur kurzzeitige kostenlose Benutzung von Sportstätten beklagt. Die Sportvereine fürchten neben rückläufigen Spenden- und Sponsorengeldern sowie gestiegenen Energiekosten auch weitere Belastungen durch die Stadtverwaltung.
SPD, Grüne und Linkspartei haben gemäß einer Beschlussvorlage zum Gemeinderat vom 12.12.2011 eine weitere Gebührenerhöhung für städtische Sportstätten, Sporthallen und Bädereinrichtungen um 5% beschlossen. Eine Erhöhung fand bereits vor 2 Jahren statt, die wir nur auf Rückfrage und Zustimmung des Sportkreises Mannheim so mitgetragen hatten, fasst Stadtrat Bernd Kupfer zusammen.
Die CDU-Fraktion hat sich von Anfang an gegen eine Anhebung der Entgeltfestsetzung für Sportstätten ausgesprochen, leisten doch gerade die Vereine mit ihren vielen ehrenamtlichen Helfern einen unverzichtbaren und wertvollen Dienst für die Gesellschaft. „Wir wollen, dass gerade der Breitensport weiterhin die uneingeschränkte Förderung erhält und keine zusätzlichen Belastungen erfährt“, betont Bernd Kupfer.
Gerade aus diesem Grund haben wir auch die von Verwaltung und Sportausschuss beauftragte Studie unterstützt, das Sportverhalten und Sporttreiben in der Quadratestadt neu zu bewerten. Die Untersuchung zeigt ein verändertes Sportverhalten gegenüber den vergangenen Jahren auf und vermittelt Erkenntnisse zur zeitgemäßen Planung von Sportstätten und Freizeiteinrichtungen sowie zum zielgerichteten Einsatz von Finanzmitteln. Auch muss auf die zukünftigen Veränderungen im Bildungsbereich durch die flächendeckende Einführung von Ganztagesschulen und die damit verbundenen Anforderungen für Sportvereine eingegangen werden.
„Ständige Gebührenerhöhungen für Sportstätten führen zu weiteren Kostenfaktoren für Vereine. Die damit verbundenen Beitragserhöhungen für Sporttreibende, halten wir für unangemessen und sind der falsche Ansatz. Die Vorgehensweise von SPD und Grüne widerspricht in jeder Form einer neu ausgerichteten Sportförderung durch die Stadt Mannheim“, so der sportpolitische Sprecher der CDU-Gemeinderatsfraktion Bernd Kupfer abschließend.
