CDU-Gemeinderatsfraktion bedauert Abzug der US-Armee aus Mannheim
Große Herausforderung für die Stadt aber auch Chancen für die Stadtentwicklung
Was seit langem befürchtet wurde, ist auf Grund einer Mitteilung der US-Heeresführung in Europa konkret geworden. Die US-Amerikanischen Streitkräfte, mit denen es seit Jahrzehnten eine enge Verbundenheit gibt, werden die Region bis zum Jahr 2015 verlassen. Dies wird auf die Struktur der Region, Stadtentwicklung, Arbeits- und Wohnungsmarkt massive Auswirkungen haben.
Der Fraktionsvorsitzende Carsten Südmersen bekräftigt deshalb seine Forderungen aus den Etat-Beratungen 2008 und 2010 nach einem Masterplan zum Thema Folgen eines Abzugs der US-Armee. Er begrüßt die Planungen von Oberbürgermeister Dr. Kurz, eine eigene Projektorganisation zu diesem Thema einzurichten. Südmersen fordert, dass der Gemeinderat frühzeitig bei allen Belangen zu diesem Thema eingebunden wird.
Mannheim verliert durch den Abzug der US-Armee 8600 Einwohner. Die US-Armee beansprucht mit ihren Kasernen mit 510 Ha Fläche, das ist ca. 1/7 des gesamten Stadtgebiets. Allein dies zeigt die enorme Herausforderung, die die Stadt in kurzer Zeit bewältigen muss.
Diese Herausforderung kann nur in enger Abstimmung mit Bund und Land geschehen. Südmersen freut sich über die Zusage von Ministerpräsident Stefan Mappus und Innenminister Rech, Mannheim bei dieser Herausforderung zu unterstützen. Der Stadtrat und Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Egon Jüttner wird die enge Verzahnung mit der Bundesvermögensverwaltung begleiten, in deren Eigentum die Militärgelände nach dem Truppenabzug zunächst fallen.
Die CDU-Gemeinderatsfraktion hat bereits Anfang 2009 gemeinsam mit dem Arbeitskreis Stadtentwicklung des CDU-Kreisverbandes unter der Leitung von Stadtrat Peter Pfanz-Sponagel und Nikolas Löbel dieses Thema intensiv behandelt. Im Sommer 2009 hat hierzu in Suebenheim eine öffentliche Veranstaltung statt gefunden. Die CDU-Gemeinderatsfraktion sieht auf den frei werdenden Flächen die Chance, hochwertigen Wohnungsbau zu verwirklichen. Hierfür gibt es eine große Nachfrage, die auf Mannheimer Gemarkung bisher leider nur zum Teil befriedigt werden konnte. Auch die Möglichkeit großflächige Einheiten für Gewerbe zur Verfügung zu stellen ist auf den frei werdenden Militärflächen möglich. Ebenso können Teile der heutigen Militärflächen in Freihaltezonen umgewandelt werden um Grünzüge herzustellen und zu erhalten.
Nach Ansicht der CDU-Gemeinderatsfraktion ist auch die Metropolregion gefordert. Wenn solch massive Entwicklungsänderungen in den Städten Mannheim, Heidelberg und vielen weiteren Gemeinden eintreten, müssen die Rahmenpläne für die gesamte Region überarbeitet werden.
