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Montag, 14. September 2009 14.09.09 16:07 Alter: 2 Jahre

Besuch des Staatsministers Bernd Neumann im Atelier und Wohnhaus von Dietmar Brixy, Altes Pumpwerk Neckarau

 

Bei der 90. Kulturveranstaltung der CDU-Gemeinderatsfraktion am 28.8.2009 konnte Fraktionsvorsitzender Carsten Südmersen an einem außergewöhnlichen Ort einen herausragenden Redner begrüßen. Der Staatsminister für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt, Bernd Neumann MdB kam auf Einladung von Stadtrat Prof. Dr. Egon Jüttner nach Mannheim. Auf Vermittlung des kulturpolitischen Sprechers der CDU-Fraktion, Dr. Jens J. Kirsch, fand die Veranstaltung im Atelier und Wohnhaus des zeitgenössischen Malers Dietmar Brixy im Alten Pumpwerk Neckarau statt.

Fraktionsvorsitzender Carsten Südmersen vor den Bildern von Dietmar Brixy, Altes Pumpwerk Neckarau

Bei der 90. Kulturveranstaltung der CDU-Gemeinderatsfraktion am 28.8.2009 konnte Fraktionsvorsitzender Carsten Südmersen an einem außergewöhnlichen Ort einen herausragenden Redner begrüßen. Der Staatsminister für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt, Bernd Neumann MdB kam auf Einladung von Stadtrat Prof. Dr. Egon Jüttner nach Mannheim. Auf Vermittlung des kulturpolitischen Sprechers der CDU-Fraktion, Dr. Jens J. Kirsch, fand die Veranstaltung im Atelier und Wohnhaus des zeitgenössischen Malers Dietmar Brixy im Alten Pumpwerk Neckarau statt. Carsten Südmersen konnte den Staatsminister und 60 weitere Kunstfreunde im mediterranen Garten des Baudenkmals begrüßen, darunter den Ersten Bürgermeister Christian Specht, Bürgermeister Michael Grötsch, den Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen, Prof. Dr. Alfried Wieczorek, die Direktorin der Kunsthalle, Dr. Ulrike Lorenz und die Geschäftsführung der Popakademie Prof. Udo Dahmen und Prof. Hubert Wandjo.

Der Gastgeber Dietmar Brixy erklärte den kulturinteressierten Teilnehmern die Geschichte des von ihm 2001 erworbenen und umgebauten Baudenkmals. In seinem Atelier konnten die Besucher Interessantes über die künstlerische Entwicklung des zwischen „Expressionismus und Informell“ anzusiedelnden Künstlers erfahren. Es laufen gerade die Vorbereitungen zu seiner nächsten Ausstellung „EDEN - Neue Arbeiten“. Bei einem Rundgang durch das Gebäude wurden auch die Architektur und die noch betriebsbereiten technischen Einrichtungen des Industriedenkmals gezeigt.

Von den Werken des Künstlers Dietmar Brixy zeigte sich Staatsminister Neumann aus dem Blickwinkel des unvoreingenommenen Betrachters, der schon vieles gesehen hat, „ehrlich beeindruckt“ und würdigte die Gastfreundschaft des Hausherrn. Er selbst arbeitet „am schönsten Arbeitsplatz in Berlin“ im 8. Stock des Kanzleramtes, ein Stockwerk über dem Büro der Kanzlerin. „Über mir ist nur der Himmel“, fügte er süffisant hinzu.

In seiner schwungvollen Rede stellte Bernd Neumann die Bedeutung der Kultur als Wirtschaftsfaktor heraus. Der Anteil der Kultur- und Kreativwirtschaft an der gesamten Wirtschaftleistung der Bundesrepublik ist höher als der Beitrag der chemischen Industrie. Insofern ist der Auf- und Ausbau einer attraktiven Kulturlandschaft immer auch aktive Wirtschaftsförderung. Neumann lobte deshalb die Weitsichtigkeit der Stadt Mannheim, im Dezernat von Bürgermeister Michael Grötsch (CDU) die Kompetenzen für Wirtschaft und Kultur zusammenzufassen.

Für Mannheim und insbesondere für den Ersten Bürgermeister und Kämmerer Christian Specht hat der Staatsminister eine sehr erfreuliche Nachricht aus Berlin mitgebracht. Der Bundeszuschuss für die Schillertage wird auf Betreiben von Neumann in eine dauerhafte Förderung umgewandelt. „Auch wenn einige meiner Mitarbeiter dieses Abweichen von der gängigen Praxis der einmaligen projektbezogenen Förderung verwundert, halte ich dies bei den bundesweit einzigartigen Mannheimer Schillertagen für angebracht,“ erklärt Neumann.

Dem Staatsminister ist das vielfältige Kulturleben Mannheims durch persönliche Kontakte durchaus vertraut. So begegnete er Prof. Dahmen von der Popakademie zuletzt auf der Musikmesse Popkomm, während Dr. Lorenz (Kunsthalle Mannheim) im Kuratorium der Kulturstiftung des Bundes sitzt und über Fördermittel aus dem Haushalt des Staatsministers mitbestimmt. Prof. Wieczorek unterstützte das Staatsministerium zuletzt beim Seidenstraßenprojekt der Reiss-Engelhorn-Museen.

In Hinblick auf die Ausgaben für kulturelle Projekte betonte Neumann: "Was bringt es denn, meinen kleinen Etat noch zu kürzen? Das stünde doch in keinem Verhältnis zu dem Unfrieden, der dadurch entsteht." Er wirbt vehement dafür, Ausgaben für die Kultur nicht als Subvention, sondern als Investition in die Zukunft zu begreifen. Obwohl Kultur grundsätzlich Ländersache ist,  wurde der Kulturetat des Bundes seit 2005 von 1 Mrd. auf 1,2 Mrd. € gesteigert. Diese Haltung fordert er aber auch von den Ländern und Kommunen ein. Hierbei gibt ihm der Erste Bürgermeister Christian Specht, im Hinblick auf die Wirtschaftskraft, die von der Kreativwirtschaft ausgeht, uneingeschränkt recht.

In der Diskussion, die von Bürgermeister Grötsch moderiert wurde, wurde von Altstadtrat Paul Buchert die Möglichkeit der Unterstützung des Bundes zur Bewerbung Mannheims als Europäische Kulturhauptstadt 2020 angefragt. Neumann erklärte zwar, dass sich der Bund bis zur Entscheidung neutral verhalten muss. Die Bewerbung selbst kann bereits von großem Nutzen für die Kulturstadt Mannheim sein. „Der Weg ist hier das Ziel“. Er machte dies am Beispiel seiner Heimatstadt Bremen deutlich, die am Ende zwar gegen Essen unterlag, aber durch die Bewerbung dennoch gestärkt wurde und jetzt als kulturelle Hochburg im Norden wahrgenommen wird.

Stadtrat Prof. Dr. Jüttner überreichte Staatsminister Neumann ein Modell des Mannheimer Wasserturms für seinen Schreibtisch, damit auch in Zukunft bei der Mittelvergabe Mannheim im Gedächtnis bleibt. Der „Genussmensch Dietmar Brixy“, wie er sich selbst bezeichnete, erhielt als Dank für seine Gastfreundschaft ein Weinpräsent.    

Dietmar Brixy: „EDEN - Neue Arbeiten“

Vernissage am 20. September 2009, 11 – 17 Uhr

Altes Pumpwerk Neckarau

Aufeldstraße 19, 68199 Mannheim-Neckarau