CDU-Fraktion über Verwaltungsspitze verärgert
Eigentlich hätte sie am Dienstag auf der Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt und Technik stehen müssen - die Vorlage für die Sanierung des Herzogenriedbades. Auf der Tagesordnung des Ausschusses für Sport und Freizeit am Donnerstag, 5.12.2002 findet man den Beschlußtext für die Maßnahme ebenfalls vergebens. Dabei ist gerade diese Sanierungsmaßnahme eines der Kernstücke der von der CDU-Gemeinderatsfraktion veränderten Bäderkonzeption, die mehrheitlich beschlossen wurde.
Der sportpolitische Sprecher der CDU-Gemeinderatsfraktion Christos Lemonidis ist daher über die Verwaltungsspitze sichtlich verärgert. Bei dem Vorlauf, den die Beratungen für das Bäderkonzept haben und dem letztlich einstimmigen Beschluß des Gemeinderates, ist es völlig unverständlich, dass die bereits im Haushaltsplan veranschlagten Mittel zur Maßnahmegenehmigung nicht freigegeben werden. "Immerhin wollten wir bis zum Sommer 2003 mit den ersten Sanierungsarbeiten fertig sein, damit die Bevölkerung sieht, daß sich hier etwas tut," sieht Lemonidis das Projekt in weite Ferne gerückt. "Von dem Zeitplan für die anderen Bäder ganz zu schweigen," so der CDU-Stadtrat.
Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Sven-Joachim Otto ist die Handlungsweise der Verwaltungsspitze ebenfalls nicht einleuchtend: Mit der Einführung des Familienpasses hat ein spürbarer Publikumswechsel im Herzogenriedbad eingesetzt. Die jetzigen Planungen wollten gerade die Situation am Kinderbecken und im Spielbereich verbessern. "Dies ist jetzt in Gefahr," befürchtet Dr. Otto.
Lemonidis wird den Sachverhalt in der Sitzung des Ausschusses für Sport und Freizeit thematisieren: "Was nutzen uns unzählige Arbeitsgruppensitzungen, und das Bemühen der Fachabteilung, wenn nichts geschieht."
