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Bereits zu Beginn der vom zuständigen Kulturdezernat in die Diskussion gebrachten Schließungsmöglichkeit von Zweigstellen der Stadtbücherei in einigen Stadtteilen hat sich die CDU-Gemeinderatsfraktion klar und deutlich gegen diese Absicht ausgesprochen. So sah sich Schulbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD) beauftragt, einen Arbeitskreis zur Neugestaltung der Stadtteilbüchereien einzuberufen, dem von der CDU-Gemeinderatsfraktion der stellvertretenden Fraktionsvorsitzende Klaus Fritz sowie Stadträtin Gabriele Egler-Huck angehörten. Das Ergebnis der Arbeitskreissitzungen stellte Fritz in der letzten Fraktionssitzung seinen CDU-Kolleginnen und Kollegen vor.

Demnach sollen bei den Stadtteilbüchereien in Feudenheim, Neckarstadt (Neckarpromenade), Vogelstang, Schönau, Rheinau, Sandhofen, Seckenheim und Friedrichsfeld insgesamt 5,5 Personalstellen abgebaut und bei den meisten Zweigstellen die Öffnungszeiten reduziert werden. Die eingesparten Personalstellen sollen für den Aufbau einer Bibliothekspädagogik (2 Stellen), für den Bücherbus (1 Stelle), für die Kinder- und Jugendbibliothek (1 Stelle) sowie für Springerkräfte (1,5 Stellen) verwendet werden.

Ein für den Haushalt und das Kulturdezernat aufgrund der derzeitigen Haushaltslage notwendiger Einspareffekt wird folglich nicht erzielt. Im Gegenteil. Mit dem Aufbau der Bibliothekspädagogik wird eine neue freiwillige Aufgabe, die eigentlich vom Land über die Lehrkräfte wahrgenommen werden müsste, neu eingerichtet: "Aus dem Dalberghaus heraus muss eine verstärkte programmatische Arbeit stattfinden. Ein konzeptionell arbeitendes und an das Lektorat angeschlossenes Team Bibliothekspädagogok muss Module zur Lese- und Literaturförderung entwickeln. Diese Module müssen didaktisch gut aufbereitet sein und sollen täglich sowohl im Dalberghaus wie in verschiedenen Stadtteilen abgestimmte Zielgruppen vorgestellt werden. So wird das Zentrum neu belebt und die Angebotsqualität in den Stadtteilen gesteigert," heißt es in der Konzeption.

Die CDU-Gemeinderatsfraktion begrüßt grundsätzlich Maßnahmen, welche die Lese- und Literaturförderung zum Inhalt haben. Sie hegt allerdings mit der jetzt vorgestellten Konzeption die Befürchtung, dass zu den Etatberatungen 2004/2005 ein Schließungsvorschlag mehrerer Zweigstellen durch den Kulturbürgermeister kommen wird, da er sein Finanzgebaren im Schul- und Kulturdezernat noch nicht der derzeitigen Haushaltssituation angepasst hat und mit der Zentralisierung und Ausdünnung die Stadtteilbüchereien schwächt. Die Einrichtung von weiteren freiwilligen Stellen kann sich die Stadt Mannheim zum jetzigen Zeitpunkt nicht leisten. Hierauf haben bereits der Oberbürgermeister und der Kämmerer hingewiesen.

Sofern Dr. Kurz die Konzeption umsetzen möchte, soll er aus seinem engeren Dezernatsbereich personelle Deckungsvorschläge unterbreiten. So hat die Mannheimer Liste (ML) bereits vor ein paar Tagen moniert, dass der dem Schulbürgermeister unterstellte Fachbereich Bildung zwei Kräfte für die Öffentlichkeitsarbeit habe.

Dies veranlasst die CDU-Gemeinderatsfraktion auch zur Forderung einer Organisationsuntersuchung in diesem Bereich. Für die CDU-Fraktionsmitglieder ist das oberste Ziel die Sicherung und den Erhalt der zwölf Zweigstellen der Stadtbücherei von Sandhofen bis Friedrichsfeld.

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